Wohnhochhaus BBK Papieri Areal
Eine in sich abgestimmte Komposition aus Wohntürmen, wohlproportionierten Platzabfolgen und an die industrielle Vergangenheit des Papieri-Areals erinnernde Volumina, bildet den städtebaulichen Rahmen.
Die rechteckigen Wohntürme stehen mit ihrer längeren Seite parallel zur Flussrichtung der Lorze und sind Teil einer Serie geometrisch verwandter Hochhäuser, welche hin zum Baubereich K ihren Hochpunkt finden. Der Gestaltung des Aussenraumes kommt eine hohe Bedeutung zu. Er ist Begegnungsort, bietet Erholung, schafft Identität und lädt zum Bleiben ein. Das Wohnhochhaus BBK (Baubereich K) zeigt sich mit einer zweigeschossigen Arkade zum Platzraum. Räumlich aktiviert dieses einfache, städtebauliche Motiv das Erdgeschoss elegant und verschmilzt Aussen- mit Innenraum. Die Architektur trägt so zu einem lebendigen Quartier bei, indem sie soziale Strukturen schafft, die das Miteinander fördern und das Quartier beleben. Im östlichen Teil des Erdgeschosses eingeschrieben liegt die Zufahrtsrampe einer dreigeschossigen Tiefgarage, welche die nahe Nachbarschaft weitgehend autofrei hält.
Der vierzehngeschossige Wohnturm beherbergt Microapartments und Mietwohnungen. Im Sockelbereich befinden sich eine räumlich attraktive Lobby mit den Briefkästen der Wohngeschosse, Büro- und Gewerberäume sowie ein gemeinschaftlicher Aufenthaltsraum für die Microapartments. In den unteren Stockwerken ermöglichen zweigeschossige Gemeinschaftsräume geschossübergreifende Nachbarschaften und liefern – insbesondere bei Wohnhochhäusern – eine Antwort auf die Frage Identifikation versus Anonymität. Die Wohnungen unterliegen trotz vielfältigen Raumkonfigurationen einer strukturellen Logik, sind flexibel und lassen in hohem Masse typologisch unterschiedliche Lebensentwürfe zu. In den oberen Stockwerken generieren Überhöhen im Wohnraum einen individuellen Mehrwert.
Die Fassade zitiert die industrielle Vergangenheit des Papieri-Areals. Die historischen Strukturen der Papiermaschinenhallen und des Kesselhauses, deren Grosszügigkeit und Materialität werden im Neuen transformiert. Der zweigeschossige Sockel mit Arkade ist in Sichtbeton mit Bretterschalung ausgeführt. Die Fassade der Obergeschosse besteht aus horizontalen Gurtsimsen und vertikalen Lisenen aus Glasfaserbeton sowie Brüstungsfüllungen aus vertikal profiliertem Aluminiumblech. Die Segmentierung des Wohnturmes durch rundumlaufende massive Brüstungsfelder proportioniert das Volumen.
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Wettbewerb | Direktauftrag | Studienauftrag
1. Rang Studienauftrag 2019
Adresse
Papieri-Ring 4, 6330 Cham
Bauherrschaft
Cham Swiss Properties AG, Cham
Termine
2019–2024
ENERGIELABEL
2000-Watt-Areal, 2040 SIA-Effizienzpfad Energie
FACHPLANER | SPEZIALISTEN
Emch+Berger WSB AG, Sarnen – HKG Engineering AG, Rotkreuz – 3-Plan AG, Winterthur – Balzer Ingenieure AG, Chur – Zeugin Bauberatungen AG, Münsingen – GKP Fassadentechnik AG, Aadorf
TEAM MITARBEIT
Simon Businger, Fabian Kaufmann, Samuel Sieber,
Carlo Zampieri, Mathieu Gutzwiller, Abel Basurto, Remo Blättler, Miriam Egger, Marina Emmenegger, Jonas Zwahlen, Sandra Sperling, David Stoll
FOTOGRF
Beat Bühler, Carlo Zampieri


































